In San Pedro

San Pedro hat uns die nötige Akklimatisierung verschafft, um weiter in das Projektgebiet nahe der liberianischen Grenze zu reisen. Das Klima ist für uns Mitteleuropäer eine Herausforderung, obwohl wir mit 28-30 °C am Ende der Regenzeit noch recht „gut bedient“ sind. Es schauert immer wieder heftig, in Begleitung von Gewittern oder einfach so. 

In San Pedro haben wir Kontakt mit  unterschiedlichen Leuten, die direkt oder indirekt mit dem Meeresschildkröten-Projekt zu tun haben, z.B. den Künstler Koné, der mit einem unglaublichen Geschick Holz zu Skulpturen verarbeitet.
Auch Schildkröten hat er für das Projekt schon geschnitzt, aus deren Erlös wir die Strandbrigade von Pitiké unterstützen.
Assa haben wir ebenfalls kennengelernt, ein Ornithologie-Student aus Abidjan, der uns ins Projektgebiet begleiten wird.

In San Pedro schlemmen wir einheimische Speisen, die stark gewürzten Fisch oder Huhn mit Maniokreis – Attiaké – auf einem Teller – Chep – in Garküchen oberhalb des Strandes in offenen Holzhütten serviert werden. Sehr lecker!

Die Abfahrt nach Pitiké müssen wir um einen Tag verschieben, weil der Toyota Pickup eine neue Kardanwelle braucht. So haben wir noch Gelegenheit uns Schildkröteneier der Olivard Schildkröte anzuschauen, die von Meeresschildkröten-Schutz „angefixten“ Einheimischen von gefährdeten Gelegen in sicherere Strabdgefilden versetzt werden. Sie bekommen dafür ein wenig Geld vom einem deutschen Hotelbetreiber, der unser Schutzprojekt dadurch auch unterstützt. In seinem Hotel hatte Olaf vor einigen Jahren ein kleines Meeresschildkröten-Aufklärungsposter aufgehängt, das dort immer noch für Aufmerksamkeit sorgt.

Wir hoffen sehr bald selbst Schildkröten bei der Eiablage beobachten zu können. Aber noch ist es nicht soweit; Wir warten noch auf Alexandre, der uns am kommenden Tag mit dem Pickup abholt.