Zarte Keime von Ökotourismus 

Schon mal über einen Urlaub in Côte d’Ivoire nachgedacht?

Zugegeben – naheliegend ist das nicht, aber die Flugzeit mit sechseinhalb Stunden ab Brüssel sind erträglich. Dafür ist die Reise im Land wegen des tropischen Klimas und der gnadenlos schlechten Straßenverhältnisse ungewohnt strapaziös.

Zwischen San Pedro und Grand Bereby bei Hannie
Zwischen Grand Bereby und Pitiké bzw. Kablaké

Die obligatorischen Reisevorbereitungen umfassen Impfungen – Gelbfieber! – Malariaprophylaxe bzw. – medikamente und ein Visum. Nicht zu vergessen: französisch verstehen und sprechen sind Voraussetzung.

Wer sich 10% in der Reisezeit unberechenbares Abenteuer zutraut, für die anderen 90% aber mit Traumstränden, überwiegend freundlichen und hilfsbereiten Menschen, bunter Kultur der verschiedenen Ethnien und der fantastischen Natur belohnt werden möchte, für den ist Côte d’Ivoire ein potenzielles Reiseziel.

Die touristische Infrastruktur will selbst erarbeitet sein. Improvisation, Geduld und manchmal starke Nerven sollte man unterwegs immer parat haben. Bespaßung im euro-touristischen Sinne mit Yoga, Surfen oder SCUBA-Tauchen ist so gut wie nicht vorhanden. Einige wenige Angebote an Unterkünften sind vorhanden. Sie reichen von einfachen Bambushütten mit Palmendach bis recht gediegenen Zimmer oder Appartements, selbst nach europäischem Ausstattungsstandard. Letzteren findet man z.B. im Hotel-Restaurant-Bar-Billard-Plage „Rock Palm Beach“ in San Pedro, betrieben von dem Deutschen Frank Bremer und seiner Frau Emelie, oder in dem Hotel „Kartoum“ in Grand Bereby. Auch der Service ist in beiden Hotels unafrikanisch perfekt.

Das Hotel „Rock Palm Beach“ in San Pedro
Blick von der Terrasse des Hotels „Kartoum“ auf die Bucht von Grand Bereby

Abgesehen von unseren beiden Camps hatten wir die authentischste Atmosphäre im Hotel „La Flotte“ in Grand Bereby. Der Service und der Komfort fielen zwar gegenüber den beiden vorgenannten Hotels merklich ab, aber sauber waren die Zimmer alle. Das Abendessen im „La Flotte“ war ausgezeichnet, unmittelbar am Strand.

Blick aus dem Restaurant des Hotels „La Flotte“ auf die Fischereiflotte der Fanti
Das Hotel „La Flotte“ vom Strand aus

 

Etwas Besonderes stellt das „Le Kara Krou“ des Italieners Gus dar. Es handelt sich um ein kleines, aber feines Ensemble von Lehmhütten mit dem Anspruch einer autarken Versorgung mit regenerativer Energie und angeschlossenem Restaurant sowie einer Bar an dem traumaften Strand. Die Hütten sind aus natürlichen Materialien so gebaut, dass sie innen relativ kühl bleiben. Auf Klimaanlagen kann man somit verzichten.

Der Strand an der Anlage „Le Kara Krou“ mit Meeresschildkrötengelege
Pavillons vor den Lehmhütten von Le Kara Krou
Kokospalmengarten
Eingangsbereich einer Lehmhütte mit individuell gestalteter Teekanne
Eine Lehmhütte von „Le Kara Krou“
Schlafraum in der Hütte
Bad in einer Lehmhütte

One thought on “Zarte Keime von Ökotourismus ”

  1. Das hört sich fast nach einem neuen Aufgabenbereich für CRM/oceanBASIS an: Hoteltester.
    Auch nicht schlecht 😉

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