SDGs bei oceanBASIS

Nachhaltig handeln, Klimawandel stoppen – was wir tun

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Über die 2015 festgelegten Nachhaltigkeitsziele (SDG – Sustainable Development Goals) und -maßnahmen der Weltgemeinschaft ist schon viel geredet und geschrieben worden. Auch wir berichten regelmäßig über die verschiedenen Facetten des Themas Nachhaltigkeit, z.B. in dieser Einführung zum Thema Agenda 2030 oder zu speziellen Themen, wie nachhaltiger Aquakultur oder Verpackung.

Insgesamt ist es das große Ziel, die globale Entwicklung sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig (um-)zugestalten. Doch was ist notwendig, um diese Ziele zu erreichen? Was tun wir bei oceanBASIS dafür?

Aus Fehlern lernen

Klimawandel, Verlust von Biodiversität, Armut, Hunger und übermäßiger Ressourcenverbrauch sind unübersehbare Folgen von Fehlern. Es ist nun dringend Zeit, diese Fehler zu korrigieren. Die 2030-Agenda folgt hierbei dem Grundsatz, auch die Schwächsten und Verwundbarsten der Welt mitzunehmen (“leave no one behind”), und hat den Anspruch, auch kommenden Generationen die Chance auf ein “reiches” Leben zu sichern.

Konkretes Handeln ist in allen Verantwortungsbereichen nötig, um die mit den Nachhaltigkeitszielen verknüpften Maßnahmen umzusetzen. In vielen Fällen bleibt es bei Lippenbekenntnissen. Auch bei uns schleicht sich immer mal wieder das “business as usual” ein – Ausreden haben wir auch parat: manchmal wegen fehlender Ressourcen, sei es Mangel an Zeit oder Geld, oder einfach aus Bequemlichkeit.

Es ist nicht so, dass wir nicht schon einiges auf den Weg gebracht hätten. Doch wir wissen: Da geht noch mehr! Doch was genau? Wo liegen die “Knackpunkte”?

Status Quo im Unternehmen

Um diese Fragen zu beantworten haben wir noch einmal den Nachhaltigkeits-Status-Quo bei uns im Unternehmen analysiert und beschrieben, ebenso unsere Schwerpunkte und unseren Fokus. Die damit verbundenen Maßnahmen werden nun herausgearbeitet und in eine “Nachhaltigkeits-Roadmap” übertragen. Das ist unsere Richtschnur, unser Plan, wie wir die Nachhaltigkeitsziele in unserem Verantwortungs- und Handlungsraum erreichen und wie wir zum großen Ganzen effektiv beitragen können.

Geholfen haben begleitende Workshops mit verschiedenen Experten von Unternehmen wie Conclimate, Climate Partner und Eisenschmidt Consulting Crew sowie mit Aktiven der Gemeinwohlökonomie. So konnten wir einen Rahmen im Unternehmen schaffen, in dem wir uns fokussierter und sicherer auf eine Transformation hin zu einem ökologischeren und inklusiveren Handeln bewegen.

Mehr zum Thema Gemeinwohlökonomie (GWÖ) findest Du hier.

Prioritäten setzen

Angefangen haben wir damit, uns grundsätzlich zu positionieren. Alle SDGs sind überlebenswichtig für die Menschheit, aber nicht alle SDGs sind gleichermaßen für unser Handeln im Alltag relevant.

Informationen zu den SDGs gibt’s hier auf den Seiten der Vereinten Nationen.

Deshalb haben wir uns gefragt: Wo liegen unsere Schwerpunkte? Wo können wir den größten Beitrag leisten?

SDG bei oceanBASIS
Priorisierung der Nachhaltigkeitsziele (SDG) bei oceanBASIS aus der Sicht von Entscheidungsträgern (y-Achse) und aus der Unternehmensperspektive (x-Achse). In Kategorien von wichtig (–), wichtiger (-+) und am wichtigsten (++)

Wir haben recht schnell und deutlich eine Priorisierung der SDGs 8, 13 und 14 herausgearbeitet, also Menschenwürde, Klima- und Meeresschutz. Gesundheit, Partnerschaften und Nachhaltige Produktion (SDGs 3, 12, 17) sind uns ebenfalls wichtig, aber in der Priorität eher im mittleren Bereich angesiedelt. Bildung und Geschlechtergleichheit sind zwar wichtig; hier sehen wir aber nicht die größten “Baustellen”, denn beides ist bei uns bereits weit fortgeschritten. Die Arbeit, die nun kommt, ist die Definition und Umsetzung von Maßnahmen.

Beispiel SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Ein weiterer wichtiger Gradmesser der Nachhaltigkeit ist sicherlich der Carbon Footprint, d.h. wieviel CO2 gerät durch unsere Unternehmensaktivitäten in die Atmosphäre, direkt oder indirekt? Wo liegen die größten Emissionsquellen? Was können wir tun, um die Emission zu verringern?

CO2-Bilanz von oceanBASIS GmbH
Größte Emssionsquellen von oceanBASIS im Jahr 2018

Die CO2-Bilanzierung fiel klar und auch irgendwie ernüchternd aus:
Unsere wirtschaftlichen Aktivitäten sind mit hohen CO2-Emissionen verbunden. 44 Tonnen CO2-Äquivalente sind im Jahr 2018 allein durch die Aufrechterhaltung des Betriebs entstanden, die Herstellung der Produkte nicht eingerechnet. Auf jeden Mitarbeiter entfallen dabei etwa 1,9 t CO2. Sind 44 t CO2 für einen kleinen Betrieb viel? – Eine Einordnung lässt sich mit einem Vergleich anstellen: 44 t entsprechen ungefähr einem jährlichen Carbon Footprint von fünf Bürgern in Europa oder 140.000 km mit einem durchschnittlichen Pkw.

Entscheidender als solche Vergleiche ist aber, dass wir nun die größten Emissionsquellen identifiziert haben. Erwartungsgemäß sind das die Pkw-Nutzung und die Flüge. Hier können wir entsprechende Maßnahmen ergreifen, z.B. in unserem Betrieb noch stärker die Elektromobilität, das Fahrradfahren und die Benutzung des ÖPNV unterstützen. Jedes Kilogramm CO2, das nicht in die Atmosphäre gelangt, zählt; deshalb werden wir auch bei den kleineren Emissionsquellen weiter achtsam mit den Ressourcen umgehen.

Ist eine “echte Null” möglich?

Neben all der Arbeit, die solche Berechnungen und Maßnahmen machen, ist es doch befriedigend zu sehen, dass eine Reduktion der CO2-Emission machbar ist. Wir freuen uns auf die CO2-Bilanz aus dem Jahr 2020, denn daraus lässt sich ablesen, wo wir Erfolg hatten und wo noch Besserungsbedarf besteht.

Wir streben eine “echte Null”, also Wirtschaften ohne CO2-Emissionen, an, doch müssen wir ehrlich sein, dass das noch einige Zeit brauchen wird, weil nicht alle Bereiche des Betriebs gänzlich ohne CO2-Emission auskommen. Es gibt häufig noch keine klimaneutralen Alternativen für bestimmte betriebliche Prozesse, z.B. die Gasheizung in unserem Büro. Unseren Ehrgeiz setzen wir auf jeden Fall ein, um den Klimawandel zu stoppen. Das tun wir auch weiterhin, indem wir Klima- und Umweltprojekte fördern, technische Möglichkeiten nutzen oder einfach sparsamer mit Ressourcen sind.

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Veröffentlicht von

Levent Piker

Levent Piker

Mein Name ist Levent Piker, ich bin Meeresbiologe und leite mit Freunden seit über 20 Jahren zwei Unternehmen, die sich der nachhaltigen Nutzung der Meere widmen. Die Küste und das Meer sind schon immer wichtige Bestandteile meines Lebens gewesen und sind es noch. Ich will daher ab und zu in diesem Blog wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Nutzungen der Meere vorstellen, Erlebnisse und Eindrücke vom Meer teilen – auch aus meinem ganz persönlichen Blickwinkel.

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