Hanföl – das sanft regenerierende Öl für sensible, trockene Haut

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Hanföl ist die traditionelle Medizin bei entzündlichen Hauterkrankungen. Es ergänzt aber auch als wichtiger Bestandteil des Tiefenwirksamen Palmaria-Öls synergistisch dessen sofort-straffende Wirkung.

Hanföl wird aus den Samen des Nutzhanfs (Cannabis Sativa) gewonnen. Die INCI-Bezeichnung, also die Rohstoff-Bezeichnung auf Kosmetikprodukten, lautet “Cannabis Sativa Seed Oil”. Für unser Oceanwell Produkt setzen wir es – wie auch die anderen Ölkomponenten – in Bio-Qualität ein. Daher hat das Palmaria-Öl die NATRUE Labelstufe “Biokosmetik”.

Die Samen des Nutzhanfs enthalten etwa 40 % Hanföl. Das wertvolle Öl wird kaltgepresst. Das frische Hanföl hat eine hellgrüne Farbe. Unter Einfluss der Sonnenstrahlen wird es fast farblos. Das Hanföl hat einen angenehm nussigen Geschmack.

Es gehört zu den stark ungesättigten Ölen und enthält über 80 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren, weshalb es auch für die gesundheitsbewusste Ernährung wertvoll ist.

Dieser hohe Anteil macht es jedoch auch anfällig gegenüber der Oxidation durch Luftsauerstoff, sodass es durch starke fettlösliche Antioxidantien wie z. B. Tocopherole (Vitamin E), Rosmarinextrakt und Hopfenextrakt in unserer Palmaria-Öl Rezeptur geschützt werden muss.

Aktive Bestandteile von Hanföl

Mit dem Verhältnis 3:1 von Linolsäure (Omega-6) zu Alpha-Linolensäure (Omega-3) ähnelt Hanföl auf besondere Weise dem körpereigenen Fettsäuremuster. Aus diesem Grund können Pflegeprodukte mit Hanföl von der Haut besonders gut aufgenommen werden.

Da Hanföl gut in die Haut eindringen kann, regeneriert es den Hydrolipid-Mantel und dichtet die Zellverbindungen ab. Die Oberhaut bleibt dadurch gut befeuchtet und schützt die darunter liegende, empfindliche Lederhaut.

Der geringe Gehalt an Gamma-Linolensäure, welche sonst nur in Nachtkerzen-, Borretschsamen- und Johannisbeersamenöl in nennenswerter Menge vorkommt, hat sich durch seine entzündungshemmende Wirkung bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis bewährt. Die ebenfalls wertvolle Alpha-Linolensäure verleiht dem Hanföl stark regenerierende und zellerneuernde Eigenschaften. Somit eignet sich Hanföl sehr gut für einen Einsatz bei trockener und reifer Haut.
Zu den wertvollen Fettbegleitstoffen in pflanzlichen Ölen gehören Phytosterine, unter ihnen das Sitosterin. Dieses kommt als Bestandteil in der Hautbarriereschicht vor und ist vorwiegend für die Verringerung des transepidermalen Wasserverlusts (TEWL) verantwortlich.

Das kosmetische Hanföl enthält weder die berauschenden Tetrahydrocannabinoide (THC) noch therapeutische Cannabidiole (CBD).

Hanfsamen mit Holzlöffel

Vielfältige tiefgreifende Wirkungen von Hanföl

Hanföl ist nicht nur gesund in der Ernährung, auch für die äußerliche Anwendung eignet es sich optimal, da es ein sogenanntes trockenes Öl ist. Im Vergleich zu anderen Ölen zieht es schnell in die Haut ein, so dass sie sich nicht fettig anfühlt. Auch die Poren verstopft es nicht. Seine Inhaltsstoffe verbessern den Teint, regulieren die Talgproduktion, machen die Haut elastisch und spenden tiefenwirksame Feuchtigkeit. Die Oberhaut wird spürbar weich und sichtbar geglättet.

Bei atopischer Haut, Schuppenflechte und Ekzemen reduziert und lindert Hanföl den Juckreiz, der auch bei Hautallergien auftritt. Es schützt auch vor Reizungen und Hautverfärbungen, regeneriert und nährt die Haut nachhaltig.

An der Universität Kashmir [1] haben indische Wissenschaftler im Jahr 2014 eine Reihe von Heilpflanzen untersucht (darunter auch Hanf), die bei Hautleiden zum Einsatz kommen. Sie gaben an, dass das Hanföl zur Behandlung folgender Beschwerden heilsam sein könnte:

  • Seborrhoisches Ekzem
  • Stauungsekzem
  • Milchschorf
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Knötchenflechte
  • Rosacea

Die Forscher stellten fest, dass durch die Anwendung von Hanföl die Haut gestärkt wird. Sie sei besser gegen Infektionen gewappnet, ganz gleich ob diese durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht werden.

Die Universität Sevilla [2] entdeckte unter den Pflanzenbegleitstoffen des Hanföls zahlreiche weitere hautfreundliche Substanzen wie die Phytosterine Sitosterol und Campesterin. Diese machten die Forscher für die deutliche Regulierung der Hautfeuchtigkeit und die Reduzierung von Hautreizungen und Juckreiz verantwortlich.

Das Wirkungsspektrum des Hanföls ist die ideale Ergänzung zur Wirkung des Palmaria-Algenmazerats und der Immortelle im Tiefenwirksamen Palmaria-Öl. Die tiefgreifenden Bestandteile lassen die Haut schon nach kurzer Zeit gesünder und straffer erscheinen.

Bildquellen
Titelbild: Julia Teichmann auf Pixabay.com
Hanfsamen: Ulrike Leone auf Pixabay.com

Literaturquellen
[1] Nahida Tabassum et al., “Plants used to treat skin diseases”, Pharmacogn Rev, 2014
[2] Montserrat-de la Paz et al., “Hemp (Cannabis sativa L.) seed oil: analytical and phytochemical characterization of the unsaponifiable fraction”, J Agric Food Chem, 2014

Textquellen
olionatura.de/oele-und-buttern/hanfoel/
www.zentrum-der-gesundheit.de/news/gesundheit/allgemein-gesundheit/hanfoel-fuer-bei-hautproblemen-190805097

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Veröffentlicht von

Thorsten Walter

Thorsten Walter

Mein Name ist Thorsten Walter. Ich bin Diplombiologe und arbeite nebenberuflich als Präventionspraktiker und Gesundheitsberater. Meine Aufgabe bei oceanBASIS ist der Bereich "actives", also die Wirk- und Rohstoffe der Kosmetik.

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