Quallen – eine Plage? Nein – ein Segen!

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Klimawandel und Überfischung führen zu mehr Quallen

Der globale Klimawandel und der Einfluss des Menschen auf die marinen Ökosysteme haben zur Folge, dass die Anzahl der Fische im Ozean abnimmt. Da Überfischung die Zahl der Quallenkonkurrenten verringert, nehmen ihre Blüten zu. Sie werden als lästig und sogar gefährlich angesehen.

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Erste Arbeiten

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Die Anreise ins Projektgebiet hat alles in allem sechs Tage gedauert. Der Aufbau des Lagers ging zügig und wir waren froh, dass wir das große Tarp mitgeschleppt haben, denn die Regenzeit läuft nur allmählich aus und es schauert immer wieder kräftig.

Nun geht es an die Arbeit und wir erkunden in den kommenden Tagen die Lagunen, Mangroven, Strand und Meer.

Wir haben eher kleine Ausrüstung dabei,  weil wir erst einmal schauen wollen, was vor Ort näher zu untersuchen wirklich Sinn macht. Eines haben wir schon sehr bald gelernt: alles macht Sinn, denn es gibt bislang – die laufende Doktorarbeit von Alexandre ausgenommen – keine Beschreibung der Biologie und Ökologie von dieser einzigartigen Kombination von Wald, Lagunen, Strand und Meer in dieser Gegend.

Vier Bereiche standen auf dem (biologischen) Programm:

  1. die Lagune sichten, fotografieren, beschreiben, pH-Wert, Salinität und Sauerstoff messen
  2. nächtliche Kontrollgänge am Strand machen, um Meeresschildkröten-Gelege zu sichern, zu dokumentieren und die Erwachsenen Tiere zu markieren sowie Gewebeproben zu nehmen.
  3. Die Lebewelt fotografieren und einen ersten Eindruck von der Biodiversität und den ökologischen Zusammenhängen bekommen.
  4. Vogelkundliche Erhebungen mit Japannetzen und über Sichtungen.

Wolf hat sich schon jetzt eine Unmenge an Fotos geschossen. Wir freuen uns darauf sie auf einem großen Bildschirm zu betrachten. Immer wieder kamen auch die Mitglieder der Strandbrigade, die uns bei allen Dingen halfen und von denen wir viel lernen konnten, mit Tierexponaten aus Meer und Wald, vom Kugelfisch und Krabben bis zu Waran und Flusskrokodil.

In uns gärt der Plan, eine Veranstaltung zu verschiedenen Aspekten unserer Reise zu machen – mit Diashow und Vorträgen. Mal sehen, was wir von dieser schönen Idee im Alltag umsetzen können.

Assa hatte die längsten Arbeitstage; er stand jeden Morgen um sechs Uhr auf und ging seine Netze kontrollieren, obwohl er auch immer an den nächtlichen Kontrollgängen teilnahm. Assas ornithologische Schnellansicht resultierte in der nicht überraschenden Erkenntnis, dass die Vogelwelt an dem Strandabschnitt bei unserem Camp mit der angrenzenden alten Kokosplantage deutlich weniger divers war als der zwei Kilometer weiter östlich gelegene Lagunen- (Primär) -wald. Doch schon aus dem anthropogen geprägten Waldstück brachte er interessante Vögel zum Fotografieren ins Lager: Nektarvögel, Falken, Bülbül, Tauben. Immer wieder patroullieren Schwarzmilane und ein Afrikanisches Fischadlerpaar über der Küste. Nicht zu den Vögeln, aber zum hiesigen Luftraum gehören die Flughunde, die zu hunderten immer zur gleichen Zeit um halb sieben abends über unser Camp in ihr Nachtquartier ziehen. Inez hatte sich zur Angewohnheit gemacht, sich dann auf den Strand zu legen und in der Abenddämmerung die Flughunde über sich ziehen zu lassen.

Peters und meine Messungen einiger abiotischer Parameter des Lagunenwassers an verschiedenen Standorten begannen etwas frustrierend, denn die pH-Sonde erwies sich als nicht funktionsfähig. Wir haben aber einige Salzgehalts- und Sauerstoffmessungen durchgeführt, aus dem wir einerseits den Einfluss des Meerwassers auf die Lagunen ableiten und andererseits Anhaltspunkte aus der Sauerstoffzehrung ziehen können. Beides sind entscheidende Einflussfaktoren für das Ökosystem und die Artenzusammensetzung.

Von den nächtlichen Kontrollgängen der Strandbrigade hatte uns Olaf schon vor längerer Zeit und ausführlich berichtet, denn sie bilden bislang das Rückgrat des Schutzprojektes.

Über eine Strecke von insgesamt 40 km verteilen sich vier Gruppen in unterschiedlicher Personenstärke: sechs in Pitiké, sechs in Mani, zwei in Dawa und zwei in Rok. Die zwei größeren Gruppen laufen zeitversetzt im Abstand von einer halben Stunde in 2-er Gruppen einige Kilometer, um 1,5-2 Stunden Pause zu machen und anschließend wieder zeitversetzt zurück zu laufen. Diese Vorgehensweise verhindert, den Landgang der Meeresschildkröten zu verpassen. Diese brauchen nämlich 1-2 Stunden, um die Vertiefung für die Eiablage zu graben, die Eier abzulegen, das Loch wieder zuzugraben und schließlich den Rückweg ins Meer zu schaffen.

Erik, der Leiter der Strandbrigade von Pitiké, teilt uns in Gruppen von je drei Personen und die ein oder andere Nacht lassen die “Jungs” von der Brigade die klimagestressten,  bürostuhlpupsenden Deutschen einfach schlafen und wecken uns, wenn es etwas zu sehen gibt.

Unser Internet ist “alle”. Dieser Beitrag wird ein, zwei Tage später das Licht der Welt erblicken.

In den Busch

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Reisebericht Teil V: Ich schreibe nun aus unserem Camp nahe dem Dorf Pitiké, in dem wir uns seit einem Tag aufhalten.

Dass wir überhaupt Internet an diesem Außenposten der Zivilisation nutzen können, ist schon erstaunlich. Aber in vielen Ländern Afrikas ist die Infrastruktur und Verwendungsvielfalt der mobilen Kommunikation viel weiter als in Europa. Leider reicht die Verbindung meist nicht für das Versenden von Fotos aus – die werden dann nachgeliefert, wenn wir wieder eine stabilere Verbindung haben.

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In San Pedro

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Reisebericht Teil IV: San Pedro hat uns die nötige Akklimatisierung verschafft, um weiter in das Projektgebiet nahe der liberianischen Grenze zu reisen. Das Klima ist für uns Mitteleuropäer eine Herausforderung, obwohl wir mit 28-30 °C am Ende der Regenzeit noch recht “gut bedient” sind. Es schauert immer wieder heftig, in Begleitung von Gewittern oder einfach so.

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Ocean africain

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Reisebericht Teil III: Nachdem wir gestern noch ein paar mit allen Wassern gewaschenen Regenzeitschauern abwetterten, waren heute beste Voraussetzungen für eine spontane Fotosession mit Oceanwell-Produkten. Und da wir wegen eines Kardanwellentauschs an unserem Fahrzeug (ein Toyota Pickup aus ehemaligen UN-Beständen)  ungeplant einen zusätzlichen Tag in San Pedro hatten, ergaben wir uns bei schönstem Wetter unserem Schicksal.

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Westwärts nach San Pedro

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Reisebericht Teil II: Was sich so ein bisschen nach dem Titel eines Italo-Westerns oder einer lateinamerikanischen Abenteuergeschichte anhört, bezeichnet unsere Weiterfahrt per Kleinbus von Abidjan an den westlichen Teil der ivorischen Küste.

Der Cousin von Olaf, der bereits seit mehr als dreißig Jahren in dem Land lebt, hatte uns nicht nur mit einer Bleibe in seiner Wohnung den Einstieg nach Côte d’Ivoire erleichtert, sondern auch die Weiterfahrt nach San Pedro organisiert.

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Meer Fakten

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Ein paar Gründe, warum das Meer für die Menschen wichtig ist:

  • Das Leben stammt aus dem Meer und hat dort viel mehr “Erfahrung” – die Evolution im Meer hatte 2,7 Mrd. Jahre mehr Zeit, Formen und Funktionen hervorzubringen als an Land.

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