Kosmetik aus dem Meer – ein bewährtes Hautpflegekonzept

Da das Meer und seine Schätze positiv auf den Körper wirken, hat die Thalasso-Therapie eine jahrtausende alte Tradition längst bewiesen. Es gelingt immer häufiger, dem Meer seine Schätze zu entlocken und sie für die Gesundheit des Menschen und die Pflege der Haut verfügbar zu machen.

Da die Lebewesen in den Ozeanen im Gegensatz zu den Landbewohnern viele Millionen Jahre Vorsprung hatten, sind die Strategien der Meeresbewohner gegen Stressfaktoren sehr komplex. Die verschiedenen Algengattungen der Meere bieten nicht nur zahlreiche Inhaltsstoffe für die Schönheit von innen, ihre Pflanzenstoffe pflegen und schützen auch die Haut gegen schädigende Umwelteinflüsse.

Bei den Griechen, Römern und Ägyptern zählten Badekuren zu den ältesten medizinischen Behandlungsformen. Die Thalasso-Behandlung greift tief in die Schatzkiste des Meeres und setzt dessen Kraft in Form von Wasser, Salz, Schlick, Kreide, Bernstein – und natürlich Algen – gezielt dazu ein, die Abwehrkräfte zu stärken und den gesamten Organismus zu entgiften und zu revitalisieren. Angepaßt an die Bedürfnisse des modernen Menschen sind auch heute noch Meereswirkstoffe eine beliebte Zutat für Körperpflegeprodukte.

Ebbe und Flut sind der Rhythmus des Lebens, der Pulsschlag der Natur. Das Meer ist das Leben, und alles Leben entstammt dem Meer. Es ist die Quelle der Evolution, der Ursprung allen Seins.
Das Urelement, das niemals an Faszination verliert.
(Hippokrates von Kós)

Es konnte gezeigt werden, dass Meerwasser dem menschlichen Blutplasma in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich ist, und dass Wirkstoffe aus Algen die Haut durchdringen und im Gewebe ihre heilsame Wirkung entfalten können. Algen konzentrieren die Elemente des Meeres in sich – deshalb enthält 1 Kg Algen die zahlreichen Elemente aus etwa 10.000 Litern Meerwasser.

Zahlreiche Studien belegen die positive Heilkraft von Meerwasser bei chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte. Es wird vermutet, dass die therapeutische Wirkung auf die natürlichen, im Meersalz vorhandenen Magnesium-, Kalium-, Bromid-, Schwefel-, Selen- und Strontiumverbindungen zurück zu führen sind. Nach wie vor sind insbesondere die Spurenelemente des Meerwassers das Geheimnis strahlender Haut.

Die Meeresmineralien und Spurenelemente aus Algen und Meerwasser füllen die Mineralstoffdepots auf und verbessern dadurch die Reinigungs- und Entgiftungsprozesse im Körper. Die Haut ist ein wichtiges Ausscheidungsorgan, das mit seinen Schweiß- und Talgdrüsen viele Schad- und Stoffwechselendprodukte ausleiten kann.

An Braunalgen konnte gezeigt werden, dass das stoffwechselanregende Jodid das erste anorganische Antioxidanz ist. Die schwefelhaltigen Algenzucker haben ein vielfältiges Wirkungsspektrum – sowohl bei innerer als auch äußerer Anwendung. Sie halten den Feuchtigkeitsgehalt der Haut aufrecht und stimulieren die hauteigene Abwehr gegen äußere Einflüsse.

Neben dem Wirkstoffreichtum hat das Meer auch einen Wohlfühl- oder Wellnessaskpekt. In Zeiten von Anspannung und Stress wächst die Sehnsucht nach Unbeschwertheit und Tiefenentspannung. Das Meer war schon immer Sinnbild von Leichtigkeit und hat eine beruhigende Wirkung auf die Seele. Der Begriff „Thalasso“ impliziert in besonderer Weise Gefühle von Erholung, Entspannung, spiritueller Anregung, Selbstgefühl und Sich-Wohlfühlens.

Alles Leben stammt aus dem Meer, und wer sich dem Meer öffnet, findet Anregung und Entspannung. Wer die Schätze des Meeres erschließt und zu nutzen weiß, dem liefert es Nahrung und Wohlbefinden.
(Hippokrates von Kós)

Aufruf zum Handeln

In der letzten Woche fand die Weltozeankonferenz der Vereinten Nationen statt.

Die Weltmeere sind in Gefahr – das ist keine Hysterie und kein Fake. Es gibt schlichtweg Handlungsbedarf, damit die Menschen sich nicht selbst eine ihrer wichtigsten Grundlagen entledigen – die Meere.

Bislang existiert keine offizielle Übersetzung der Ergebnisse der UN Ozean-Konferenz vom 5.-9. Juni 2017.  Dabei ist das Thema doch wichtig genug, dass alle verstehen, worum es geht.

Hier als Service vom Oceanblog eine erste Übersetzung (ohne Gewähr für Richtigkeit):

SDG 14 – Call for Action

Zu dieser weltweit beachteten Konferenz gibt es ein schönes Video vom BBC, das die Schönheit der Meere und die Abhängigkeit der Menschen vom Meer aufzeigt. Die Dringlichkeit, die Meere zu schützen und schonend zu nutzen, lässt sich kaum besser darstellen. Bei der Stimme von Sir Richard Attenborough bekomme ich immer Gänsehaut:

 

 

Agenda 2030 und Nachhaltigkeitsziele – was steht drin?

Der wichtigste Vertrag der Menschheit ist schon anderthalb Jahre für alle Nationen dieser Welt verbindlich und noch immer nicht bei allen angekommen. Was steht da eigentlich drin in diesem „Weltzukunftsvertrag“? – Agenda 2030 und Nachhaltigkeitsziele – was steht drin? weiterlesen

Was kostet der Ozean?

Die Potenziale zur Nahrungssicherung und zur Wertschöpfung der lebenden Ressourcen im Meer scheinen unendlich. Heute schon werden jährlich über 100 Mio. Tonnen Algen, Fische, Krebse und andere Organismen im Meer gefangen bzw. kultiviert und über 3 Mrd. Menschen beziehen zu mindestens 20% ihren Bedarf an tierischem Eiweiß aus Fischen. Für die Zukunft brauchen wir noch mehr Meer, weil die Weltbevölkerung bis 2050 auf nahezu 10 Mrd. Menschen ansteigt. Was kostet der Ozean? weiterlesen

Weißes Meer – Weißer Fleck

Etabliert sich eine nachhaltige Aquakultur in friedlicher Koexistenz mit ökologischem Tourismus am Weißen Meer? Die Reise nach Karelien eröffnete neue Perspektiven: herzliche und kultivierte Menschen, Küste ohne Ende.

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Mikroplastik im Meer

Meere und Ozeane sind verschiedenen Arten von Bedrohungen ausgesetzt.
Die kontinuierliche Ansammlung von Müll in den Meeren ist bereits seit Jahrzehnten ein bekanntes weltweites Problem. Trotz der erhöhten internationalen Aufmerksamkeit und Bemühungen, Kunststoff aus der Umwelt herauszuhalten, schreitet der Aufbau dieser Materialien in zunehmenden Maße voran:

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Grünes Land

groenland_eisberg

Vor einigen Jahren habe ich mit Freunden die Südküste Grönlands bereist. Ziel dieser Reise war, Möglichkeiten zusammen mit den Küstenbewohnern zu entwickeln, wie man aus der schonenden Nutzung von Makroalgen Wertschöpfung und zusätzliche Beschäftigungsimpulse schafft.

Menschen und Landschaft dieser Gegend haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Grünes Land weiterlesen