Wie retten wir die Meere

Die Meeresbiologen Rüdiger Stöhr und Levent Piker diskutieren aktuelle Herausforderungen beim Meeresschutz und zeigen Wege auf, wie die Meere gerettet werden können.

Dabei schauen sie auch zurück auf ihre gemeinsame Zeit am GEOMAR und an der Universität Kiel, wo die beiden promoviert haben. Obwohl sie anschließend unterschiedliche Wege eingeschlagen haben, ist das Thema Meeresschutz bei ihrer täglichen Arbeit zentral. Denn Rüdiger arbeitet beim Umweltverein One Earth – One Ocean e.V., der sich die „maritime Müllabfuhr“ zum Ziel gesetzt hat und weltweit gegen das Problem von Plastik in den Meeren ankämpft. Ein regionales Projekt ist in diesem Rahmen die Bergung von Geisternetzen in der Ostsee. Levent beschäftigt sich bei oceanBASIS mit der nachhaltigen Nutzung von Algen, insbesondere für die Naturkosmetik Oceanwell und für die kreative Küche.

Dr. Rüdiger Stöhr auf der SeeKuh
Rüdiger (im weißen T-Shirt) inmitten der Taucher auf dem Müllsammelschiff „SeeKuh“. Gleich werden Geisternetze geborgen.

Wie diese Arbeit aus Sicht eines NGO-Managers und eines Naturkosmetikherstellers aussieht, könnt Ihr in dieser Episode des Podcasts “Meeresrauschen” von Oceanwell hören.

Bergung von Geisternetzen aus der Ostsee

geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Meeresschutz mit „Protect the Ocean“

Schon seit 2015 fördert Oceanwell mit der Initiative „Protect the Ocean“ Meeresschutzprojekte, insbesondere den Schutz der Meeresschildkröten in Westafrika. Jetzt gibt es ein neues Projekt in heimischen Gewässern: Wir kooperieren mit dem Umweltverein One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) bei der Bergung von sogenannten Geisternetzen aus der Ostsee. Geisternetze sind herrenlose Fischernetze, die zur Todesfalle für Meeressäuger, Fische, Seevögel und Weichtiere werden können und zudem mit der Zeit in Mikroplastikteilchen zerfallen. Einer neueren Übersichtsstudie zufolge gehen weltweit jedes Jahr 5,7 % der Fischernetze, 8,6 % der Fangkörbe und 29 % aller Angelleinen verloren. In der Ostsee sind es geschätzt 10.000 Netze jährlich.
Im Rahmen der neuen Kampagne unterstützt Oceanwell den Einsatz des Müllsammelschiffs „SeeKuh“ von OEOO, das den Forschungstauchern der Scientific Diving Association e.V. Kiel (SDA) als Basis für ihre Tauchgänge dient. Eine Woche lang steuerte die SeeKuh Mitte Juli verschiedene Positionen in der Kieler und Eckernförder Bucht an.

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